Guido Fisogni

Guido FisogniAngetrieben durch meinen Job, stieß ich in den frühen sechziger Jahren durch Zufall in einer Sandgrube auf eine alte, vergessene Bergomi-Gaspumpe für kombinierte Pentaliter, die in einem sehr schlechten Zustand war.

Sofort kam mir die Idee, sie einzusammeln und zu sichern: Seit diesem Moment, vor mehr als dreißig Jahren, haben sich Arbeit und Hobby vermischt, so dass ich eine Sammlung beginnen konnte, die von Fachleuten für industrielle Kunst als einzigartig und besonders reich beurteilt wird.

Nun, da die Sammlung von einer insgesamt unordentlichen und gelegentlich geöffneten zu einem geordneten Museum und wohl strukturiert geworden ist, komme ich nicht umhin, denjenigen, die mir bei der Suche geholfen und Konservierungsrestaurationen durchgeführt haben, zu danken, dem unvergesslichen Alfredo Cattaneo und in Folge, Giuseppe Croce.

Ich erlaube mir eine Anmerkung: Die Plaketten, Dosen, Kugeln, Spielwaren und anderen Gegenstände, welche die eigentlichen Protagonisten des Museums – die Tankstellen – umgeben, dienen nicht nur dazu, dem Haus ein attraktives Aussehen zu verleihen, sondern sie geben Zeugnis über die rasanten Veränderungen. Die industrielle Welt verbrennt seiner Natur nach schnell seine Produkte, um andere, neuere, schönere, funktionellere zu übernehmen.

Die Vergangenheit wiederherzustellen, den Fortschritt der Technik zu dokumentieren, industriellen Objekten, die aufgrund ihrer seriellen Produktion oft verschmäht werden, auch eine ästhetische Würde zu verleihen, waren die Ziele dieser Jahre leidenschaftlicher Forschung, und diese bleiben nun bestehen, so dass die Anordnung des Museums eine einfache Lektüre des historischen und ästhetischen Kontextes jedes Ausstellungsstücks ermöglicht.